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Ahrntal - Suedtirol - Hotels - Ihr Urlaubstip! 
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Nehmen Sie sich etwas Zeit ber das schne Tauferer - Ahrntal zu lesen - Kultur und Geschichte ganz nah
 
Das Tauferer-Ahrntal, eines der grten Seitentler Sdtirols, zhlt, trotz vieler Wunden und Narben, immer noch zu den schnsten des Landes. Natur- und Kulturlandschaft bilden noch weitgehend eine harmonische Einheit. Vom Hauptorte des Pustertales (Bruneck) aus ffnet sich nach Norden ein breites Tal: das Tauferertal, ab Schlo Taufers Ahrntal genannt. Geographisch beginnt es beim Schuttkegel hinter Aufhofen. Seine erste Ortschaft ist Gais (841 m), zu beiden Seiten der Ahr gelegen, dessen Ursprung in vorgeschichtliche Zeit reicht (Gaiser Pipe). Ein besonderer Anziehungspunkt ist die Pfarrkirche, das zweitwichtigste romanische Bauwerk des Pustertales nach dem Innicher Dom. Mit dem Dorf verbindet sich auch der Name des groen amerikanischen Dichters Ezra Pound, dessen Tochter Mary - in Brixen geboren - beim Ehepaar Marcher (Samerhof) aufgewachsen war. Nicht unerwhnt bleiben darf auch die Bildhauerfamilie Bacher, die ihrem Geburts- und Wohnort reichlich Ehre eingebracht hat. Oberhalb von Gais steht am bewaldeten Berghang die Burg Neuhaus. Einst den Herren von Taufers gehrig, ist sie heute ein Privatbesitz und Jausestation. Hier sa seinerzeit Oswald von Wolkenstein als Burghauptmann. Am Fue des Burghgels fllt das "Pfleger"-Haus mit dem schnen Barockgiebel auf. Auf der gegenberliegenden Talseite entdeckt man die Ruine Kehlburg. Auf halbem Wege zur nchsten Ortschaft Uttenheim (837 m) grt von weit oben herunter der Weiler Lanebach (1384m): Wiesen und cker seiner Hfe sollen zu den steilsten Sdtirols zhlen. Auf der stlichen Talseite gegenber kann man Mhlbach (1480 m) mit dem Kirchlein zu den "Vierzehn Nothelfern" erwandem und das fast an der Waldgrenze liegende "Mhlbacher Badl" (1694 m), das nach einem Brande sich wieder im Aufbau befindet. Oberhalb von Uttenheim steht auf 1250 m die Ruine des Schlosses gleichen Namens, von dem aus Ministerialen der Herrn von Taufers die Belange der Gerichtsbarkeit dieser Gegend wahrgenommen hatten. Weitum bekannt und seiner Arbeiten wegen geschtzt ist der Kunstweber Peter Eppacher. Nach Uttenheim ffnet sich das Tal zum Tauferer Boden. Im Sdosten liegt Kematen (852 m). Von einem Hgel dort (prhistorische Funde machten davon reden) grt das gotische Kirchlein St. Walburg. Mhlen (856 m) im Westen ist von der Wasserkraft des Mhlwalderbaches geprgt. Er betrieb einst Mhlen und Sgewerke. Sogar Glocken wurden hier gegossen. Bekannte Shne des Ortes sind: das Erfindergenie Sebastian Feichter, der Theologieprofessor Michael Feichter sowie der Prlat Josef Mutschlechner und der Weihbischof Heinrich Forer. Ein Ausflug von hier aus nach Mhlwald (1220 m) und Lappach (1436 m) ist sicher lohnend. Diese beiden Drfer bilden eine eigene politische Einheit, die Gemeinde Mhlwald. Lappach unterhalb des Neves-Stausees ist Ausgangspunkt fr Hochgebirgstouren zum Hochfeiler (3510 m) oder Mseler (3479 m) in den Zillertaler Alpen. Hier beheimatet waren die beiden Professoren Albuin Forer und Albuin Mair unter der Eggen. Wir erreichen nun Sand in Taufers (865 m) mit seinem mchtigen Schloss, dem einstigen Sitz der Herrn von Taufers, sehr gut erhalten und sehenswert. Gefllige Brgerhuser, Ansitze, Hotels und Pensionen machten den Ort schon frh zu einer beliebten Sommerfrische. Vom heute noch gut besuchten Bad Winkel ldt ein schner Wanderweg ein, die berhmten Reiner Wasserflle zu besichtigen. Rein ist ein einmalig-schnes alpines Hochtal mit groBem Zirbenbestand. Das Dorf selbst liegt auf 1595 Meter Hhe. Ahornach (1333 m) ist ein ganz besonders anmutig hingebreiteter Weiler am Sdfu der Durreckgruppe. Der schne Marktflecken Sand in Taufers kann eine Reihe bedeutender Mnner aufweisen: den groen Alpinisten Josef Daimer, den Bergfhrer Josef Niederwieser, den Universittsprofessor Emil von Ottenthal, den Jesuiten Josef Andreas Jungmann oder den heiligmigen Dekan Josef Stemberger. Hinter dem Schlo Taufers, genauer gesagt nach "Drittelsand", beginnt das Ahrntal. Von hier aus bringt uns ein Lift zum Skigebiet des Speikbodens mit herrlicher Aussicht ins Tal, das sich zwischen den Zillertaler Alpen im Nordwesten und den Hohen Tauern im Sdosten fast 30 km der rauschenden Ahr entlang hinzieht. Bis 1837 fhrte die Strae ber den Schloberg und stand somit unter der Kontrolle der Herren von Taufers. In Luttach (971 m) mndet links, also sonnseitig, das Weienbachtal. Der Theologieprofessor Peter Niederkofler war hier beheimatet. Luttach mit seinem Hallenbad ist sommers und winters gleich stark besuchtes Fremdenziel. Die Kirche auf miger Erhhung, der schne Friedhof mit vielen schmiedeisernen Grabkreuzen des Kunstschmiedes Jakob Parainer sind eines Besuches wert. Mit dem Dorfe verbunden bleiben wird auch Vinzenz Oberhollenzer, der groe Journalist, der so viel ber sein Heimattal geschrieben hat. Bei St. Martin (Urpfarre des Tales) sieht man erstmals die Dreiherrenspitze (3499 m), den westlichen Eckpfeiler der Venedigergruppe, den Grenzberg des Gerichtes Taufers, des Gerichtes Virgen und des Bistums Salzburg. Etwas talein steht die heutige Pfarrkirche zum hl. Johannes, die man als reifstes Bauwerk des Frhklassizismus im Pustertale bezeichnet hat. Die Gemlde in den Kuppeln sowie das lgemlde hinter dem Hochaltar stammen von Franz Josef Schpf. Einen gewaltigen Anblick bietet der mchtige Kuppelturm. Der Kirchenpatron hat der grten Ortschaft des Ahrntales den Namen gegeben: St. Johann (1071 m), im Volksmund "Ahrn" genannt, ist ein kulturelles Zentrum, Sitz der Mittelschule und als Hhenluftkurort, mit 2400 Fremdenbetten touristisch von groer, wirtschaftlicher Bedeutung. Beim "Mesner" jenseits der Ahr hinter dem "Ahrenwirt" erinnert ein Relief daran, da8 hier die beiden Brder Johann Baptist (Priestermaler: Arkadenmalereien im Friedhof) und Joseph Georg (Schriftsteller und Dichter: Ausstellung im Heimatmuseum beim Mesner) geboren sind. Das Bergrichter-Haus beim Weiler Mhlegg weist in die Geschichte des Tales zurck. Wir erreichen Steinhaus (1052 m), unverkennbares Verwaltungszentrum (Faktorhaus, Ansitz Gassegg, Kornkasten) des einst blhenden Bergbaues und heutiger Gemeindesitz der Grogemeinde Ahrntal. Von hier kann man mit einem Sessellift die Alm Kleinklausen besuchen, im Winter ein schnes Skigebiet. Wer zu einem der schnsten Bergseen Sdtirols, dem Klaussee (2150 m), weiterwandern mchte, wird es sicherlich nicht bereuen. Herrlich auf einem Hgel gelegen ist St. Jakob (1192 m). Die gotische Kirche zeigt im Presbyterium zwei Gemlde des Priestermalers Oberkofler. Beim "Tischler" war Theologieprofessor Josef Steger beheimatet. Einen guten Ruf geniet die Schnitzschule des Dorfes unter der Leitung von Jakob Oberhollenzer. Bekannt im ganzen Tale ist auch Hermann Reichegger (Matzilerbauer) als Maskenschnitzer. In St. Peter am Kofel - unten in der "Klamm" schumt und braust die Ahr - lebte einst Bartlm Duregger, der zu den ersten Rebellen im Tiroler Bauernkrieg zhlt.
burggebaeude_taufers.JPG (18216 Byte) Nun wechselt Tal und Landschaft; der Gebirgskamm im Norden verliert an Einheitlichkeit und wird durchbrochen von vielerlei bergngen (Hrndljoch, Mitterjoch, Hundskehljoch, Heilig-Geist-Jchl, Krimmler-Tauern und Birnlcke). Wir verlassen die Gemeinde Ahrntal und kommen nach Prettau (breite Au, 1476 m) seit 1958 wieder eigene Gemeinde. Hier wurde schon in vorgeschichtlicher Zeit Kupfererz geschrft. Heute ist die Gemeinde bekannt wegen seiner kunstvollen Spitzenklppelarbeiten, angeregt durch Rosa Mittermair. Die Maskenschnitzerei ist beinahe zu einer Hausindustrie geworden. Sehr zu empfehlen ist ein Ausflug zum Waldnersee (2338 m), einem der "brllenden" Seen, die Unwetter ankndigen. ber Kasern (1595 m), der letzten Ortschaft des Tales gelangen wir zum Knappenkirchlein Hl. Geist (1619 m), das Kardinal Nikolaus Cusanus als Bischof von Brixen 1455 eingeweiht hatte. In prhistorischer Zeit ist das Tal hauptschlich der vielen Jcher wegen als Durchzugsgebiet bentzt worden. Erste Siedlungen reichen mglicherweise – so die Gelehrten – in die Bronzezeit zurck (Gaiser Pipe, St. Walburg, Schnbhel bei St. Johann, Piperbhel bei St. Peter und Piprigkofel in Prettau). Illyrer waren wohl erste Siedler, vielleicht auch Kelten. 15 n. Ch. kamen Rmer und Ende des 6. Jahrhunderts drangen von Norden her die Bajuwaren. Mit dem Sturz Herzog Tassilos III durch Karl den Groen wurde auch das Tauferer-Ahmtal Teil des Frankenreiches und spter des deutschen Reiches. Das Gebiet kam dann zur Grogemeinde Pustertal, das im Machtbereich der Brixner Frstbischfe war, die es ihrerseits den Herren von Taufers zu Lehen berlieen. Nach dem Aussterben derselben (1309) kam es auf Umwegen schlielich zum Territorium der Grafen von Tirol und seiner Geschichte. Aus Urhfen – erste Dauersiedlungen hier gehen auf 1070 zurck entstanden nach und nach Hofgruppen. Sie wurden in "Pimberche" zusammengefat. Das waren Nachbarschaften oder Verwaltungsgemeinschaften. Daraus leiteten sich spter die Katastralgemeinden und die heutigen Fraktionen ab. Wie berall im buerlichen Bereiche lebten auch die Tauferer und Tlderer in Selbstversorgung. Dazu waren neben Wohn- und Futterhaus (Paarhof) noch andere Baulich- keiten notwendig: Kornkasten, Backofen, Mhle, Brechlhtte, Machhtte; weit entlegene Hfe hatten auch noch eine Kapelle. Da eine Selbstversorgung heutzutage nicht mehr erfolgen kann, sind diese Zubauten teilweise dem Verfall preisgegeben. Die moderne Entwicklung ist auerdem durch die Zunahme von Neubauten weichender Erben und die Errichtung von Beherbergungsbetrieben gekennzeichnet. Die Bauttigkeit hat zu einer beachtlichen Zersiedelung in diesem schnen Tale gefhrt. Hat sich auch manches im Leben des Bergbauern zum Besseren gewendet, hart und entbehrungsreich bleibt es weiterhin. Wie jeder Sdtiroler, so liebt auch der Tauferer und "Tlderer" seine Bruche, die nicht altern. Sie kreisen um Weihnacht und Ostern, Lenzbeginn und Ernte, um Fasnacht und Hochzeit, um Geburt und Tod. Zu Allerheiligen prahlen Buben und Mdchen mit den mchtigen Brotgebilden, Rossen und Hennen, die sie von den Gten und Goteln (Paten und Patinnen) bekommen. In den Abenden der Allerseelentage klagt wehmtig ein Lied vor den Haustoren; es sind die "Pitschelesinger", so genannt, weil ihnen die Buerin ein kleines, eigens gebackenes Brot – "Pitschele" – als Gabe reicht. Zu Weihnachten ruchert der Bauer Stube und Gaden, Kammer und Keller, Stall und Stadel. Das laute Volk der Schler sagt das neue Jahr an ber Berg und Tal: "Wir wnschen enk a glckselig’s, freudenreiches nois Johr; Glck und Seg’n ’s gonze Johr!" Um Ostern gibt es das Geweihte. Durch den prangenden Hochsommer zieht die Prozession im Spiel der Musik und im Schritt der Schtzen. Bekenntnisfeuer zu Ehren des gttlichen Bundesherrn lodern in die Nacht. Den Frauenbuschen weiht der Priester am groen Frauentag (15. August). Lustig steht der "Kirchtagsmichl" um Kirchweih am Dorfplatz. Ein besonderes Fest war einmal die Heimkehr der Khe von den Almen jenseits der Jcher. Viel wre noch zu erwhnen wie Musikkapellen, Gesangsgruppen, Spielgruppen oder der Falkenklub der Drachenflieger als Ausdruck der Lebensfreude und des Lebengefhls der Talbewohner. Die wenigen Striche mgen helfen, zusammen mit den schnen Fotos ein Bild zu vermitteln der Landschaft, der Menschen, ihrer Haltung und Lebensweise. Hat auch die alles nivellierende und allzu materiell orientierte Zeit vieles fortgeschwemmt, es gibt noch Urtmliches und Echtes, gewachsen aus berzeugung und gelebter Tradition. Es lohnt sich, danach Ausschau zu halten!

Elmar Oberkofler - Ahrntal

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Urlaub total - Hotel Schwarzenstein - Luttach im schnen Ahrntal Pustertal, Sdtirol, Italien,